Seelenreise zu den Wildpferden

Einige Wochen liegt meine Seelenreise zu den Wildpferden in Livno, Bosnien und Herzegowina bereits zurück, und noch immer spüre ich eine Herzöffnung und tiefe Verbundenheit mit Allem, wenn ich an dieses wundervolle und einschneidende Ereignis zurückdenke…

Die Reise war schon lange geplant und am 29. April flog ich dann endlich nach Split, Kroatien, dem nächstgelegenen Flughafen. Ein paar Tage durfte ich die wunderschöne Stadt Split erkunden, bevor meine Reise am 1. Mai weiter nach Bosnien ging. Bereits bei der Ankunft überkam mich ein heimeliges Gefühl. Mein Heimatland Serbien habe ich seit 5 Jahren nicht mehr besucht und urplötzlich kam ein lang vergessenes und auch verdrängtes Gefühl von „nach Hause kommen“ in mir hoch. Natürlich konnte ich Unterschiede zum Nachbarsland Serbien feststellen, aber diese Unterschiede galten nicht den Menschen. Die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit kannte ich von den Serben nur allzu gut. Seit den 1980er Jahren wurden durch komplexe Vermischung von ethnischen, religiösen und schweren ökonomischen Problemen, Kriege verursacht welche zum Zerfall Jugoslawiens führten. Dieser Zerfall hat seine Spuren hinterlassen, aber weder in Kroatien noch in Bosnien konnte ich einen „Nachgeschmack“ bei den Menschen spüren, im Gegenteil, ich wurde als Allein-Reisende Serbin von allen herzlichst willkommen geheissen.

Nach 2 wunderschönen Tagen in Split fuhr ich zum Flughafen, unserem Treffpunkt. Zusammen mit 4 weiteren Teilnehmerinnen warteten wir auf unsere Fahrer, welche kurze Zeit später mit der Aufschrift „Livno“ auf uns zukamen. Zu meinem Vorteil konnte ich mich auf der rund 120km Strecke nach Livno mit unserem Fahrer, der nur wenig Deutsch und Englisch sprach, unterhalten. Er ist im Vorstand der Gemeinde Livno, welche es nach vielen Jahren geschafft hat die Pferde, welche vor rund 60 Jahren von den Bauern ausgewildert wurden, zu schützen und durch Spenden ihr Fortbestehen zu sichern. Ausserdem ist er der Chef Ranger auf den Touren zu den Wildpferden. Er hat mir viel über die Grossgemeinde Livno erzählt und natürlich über die Wildpferde. Meine Vorfreude stieg von Minute zu Minute und ich konnte es kaum erwarten den Wildpferden endlich zu begegnen. Die Fahrt verging wie im Flug…

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Das JETZT annehmen

Vor fünf Jahren hätte ich nicht im Traum daran gedacht dass ich ein eigenes Pferd besitzen würde. Tatsache ist, dass ich JETZT das wundervollste Pferd an meiner Seite habe.

Vor einem Jahr hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich mein Pferd nicht reiten würde. Tatsache ist, dass ich JETZT, ein junges und gesundes Pferd an meiner Seite habe, welches ich bewusst nicht reite.

Träume habe ich immernoch viele, der Unterschied liegt heute liegt darin dass sie sich nicht wie Träume anfühlen. In meiner Vorstellung sind sie so lebendig dass sie bereits wahr sind. Tatsache ist aber, dass sie sich JETZT nicht manifestiert haben, noch nicht.

Der Wandel mit Ari, weg vom klassischen Training und Reiten, brachte auch grosse Veränderung in meinem persönlichen Leben mit sich. Selbstreflexion ist bestimmt eines der Schlüsselwörter, welches mich Ari tagtäglich lehrt.

Ich habe JETZT bereits eine wunderbare Beziehung mit Ari, welche auf Vertrauen, gegenseitigem Respekt und Freundschaft basiert. Einmal mehr konnte ich mir das im Traum nicht vorstellen was JETZT Realität ist.

Gerne würde ich mehr Zeit mit ihr verbringen, aber Tatsache ist, dass ich derzeit 100% arbeite, was bedeutet dass unsere gemeinsame Zeit begrenzt ist. Eine weitere Tatsache ist, dass ich nicht diejenige bin die sich um sie kümmert. Ja, das bin ich aber auch nicht. Denn nicht ich bin diejenige, die sie täglich füttert, nicht ich bin diejenige, die täglich ihren Stall sauber macht und auch bin ich nicht diejenige, die absolut gar keine Erwartungen an sie hat, noch nicht. Ja, weder trainiere noch reite ich sie, aber ich bin diejenige, die dafür verantwortlich ist ihr zusätzliche Bewegung zu bieten.

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Das Wunder des Einhorns

„Einhörner sind Teil des himmlischen Reiches der Engel und leben in der siebten Dimension, also im siebten Himmel. Wie die Engel sind auch sie Aspekte des Göttlichen. Es sind weisse Pferde, die in höhere Dimensionen aufgestiegen sind. Genau wie Menschen werden Pferde wiedergeboren, bis sie vollendete Wesen werden. Sie kehren immer wieder auf die Erde zurück, um hier ihre Lektionen zu lernen, bis sie schliesslich zu weissen Pferden geworden sind und in einem feurigen Licht aufsteigen können. Dann arbeiten sie in ihren spirituellen Körpern als Einhörner mit uns. Engel arbeiten mit unserem Herzen, Einhörner mit unserer Seele“

Das Wunder des Einhorns, ein Buch geschrieben von Diana Cooper. Sie ist Spirituelle Lehrerin und Autorin und arbeitet mehrheitlich mit Engeln zusammen, aber auch mit Einhörnern.

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Der erwähnte Absatz hatte eine solch kraftvolle Botschaft für mich und war der Grund warum ich mir das Buch sofort bestellt habe. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, habe ich die Absätze nach bestem Wissen und Gewissen übersetzt.

Weitere Abschnitte in dem Buch haben mich zum Nachdenken angeregt, mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert und mich in meinem „Sein“ mit Pferden bestätigt. Vielleicht kann sich der Eine oder Andere auch damit identifizieren, hier teile ich meine Erkenntnisse mit euch.

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Emotionale Verbindung

Momentan lebt Ari in einem Offenstall mit Weide sowie Heu ad lib.

Wie es oft in Pensionsställen der Fall ist kommen und gehen die Pferde. Und die, die bleiben, müssen sich immer wieder neu in der Herde zurecht- und ihren Platz finden. Was meistens mit emotionalem Stress für die Pferde verbunden ist.

Pferde sind nicht viel anders als wir. Stelle dir vor du hast eine gewisse Zeit, auf weniger oder mehr grossem Raum, mit verschiedenen Menschen gelebt. Hast tiefe Freundschaften aufgebaut, dich in eine gemeinsame Struktur eingewöhnt und von einem Tag auf den anderen wirst du aus dieser Gemeinschaft herausgerissen, ohne zu wissen warum und weshalb.

Unsere Herde hat sich diesen Sommer sehr harmonisch entwickelt. 3 Wallache, ein Quarter, ein Berber, ein Freiberger und meine Spanier-Mix Stute Ari. Ja, ich weiss, man sagt eine gemischte Herde mit Wallachen und Stuten, jeglichen Alters ist ideal. Aber leider ist dies nicht immer möglich. Ich beobachte Ari sehr genau und ich kann mit Sicherheit sagen dass sie sich mit ihren Jungs wohl fühlt.

Es ist eine junge Gruppe, Ari und zwei Wallache, 5-Jährig, und der Quarter, 10-Jährig. Eine klare Rangordnung, wie wir sie von Wildpferden kennen, konnte ich allerdings nicht klar definieren. Sie bildeten 2 Gruppen. Ari und Nabucco, der Freiberger, und die anderen zwei, wobei die anderen zwei Jungs eher etwas verschlossen und introvertiert scheinen. Noch nie habe ich die beiden Fellpflege machen sehen und konnte wenig Zuneigung zu den anderen Pferden spüren. Für mich hat ihr Verhalten erklärbare Gründe, aber das ist eine andere Geschichte.

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Wo ist der freie Geist des Pferdes geblieben?

Pferde repräsentierten für die Indianer Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft und Power. Aber auch Loyalität, Liebe, Hingabe und gegenseitigen Respekt.

Das erste was mir in den Sinn kommt wenn ich an Pferde denke ist: Freier Geist

Wenn ich aber sehe was in vielen Ställen vor sich geht und wie die Menschen diese weisen Geschöpfe gebrauchen, kann ich nicht viel von einem freien Geist in den Pferden spüren.

Stattdessen, sehe ich Menschen die ihre Pferde, mit der unterschiedlichsten Ausrüstung, welche genau aus diesem Grund produziert wurde, kontrollieren. Ich sehe Menschen die nie ein Lachen auf ihrem Gesicht tragen, eher sehen sie so aus als würden sie gleich in den Krieg ziehen. Alles scheint so schwer und ernst. Und wenn man sich die Pferde ansieht, spiegeln diese das exakte Bild des Reiters. Weiterlesen

Die Magie von Raben

Schon als Kind haben mich Vögel fasziniert. Ich besass ein riesengrosses Buch, mit gemalten Vögeln jeglicher Art. Wahrscheinlich existiert die hälfte dieser Vögel nicht mehr… aber ich malte sie alle nach, ich erinnere mich…die bunten Vögel mochte ich am liebsten…

Irgendwie jagten mir diese grossen, schwarzen Vögel, die Raben,  immer Angst ein. Wahrscheinlich habe ich Hitchcock’s “Die Vögel” ein oder zwei Mal zu viel gesehen. Ihn müssen Vögel wohl auch fasziniert haben…

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Erst vor kurzer Zeit habe ich meine Vorliebe zu Raben entdeckt. Ich glaube es hat mit ihrem Aussehen zu tun. Schwarz, düster, mystisch und irgendwie unheimlich. Denn Fledermäuse faszinieren mich genauso.

Ich liebte die Filme von Hitchcock. Ich liebte Horrorfilme generell. Und obwohl sie mir eine Höllenangst einjagten, suchte ich nach dem Schmerz, der Dunkelheit, dem Horror. Dieses Bild hatte ich auch von Raben.

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Unsere Wahrnehmung

Das ist das Magazincover eines erfolgreichen Pferdeshops in der Schweiz, welches ich mit meinem Handy abfotografiert habe.

Was stimmt nicht an diesem Foto? Kannst du es sehen? Kannst du es fühlen?

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Mit der Post kam sie, die Weihnachtssonderausgabe mit der neusten Mode für Mensch und Pferd, und ganz viel tollen Geschenkideen. Zusätzlich ein Gutschein über 10 Schweizer Franken.

Süss lächelt das Mädchen in die Kamera, umarmt dabei ihr Pony. Vorfreude auf Weihnachten scheint die Botschaft dieses Bildes zu sein. Weihnachten ist ja schliesslich die Zeit der Liebe.

Jetzt schauen wir uns doch mal das Pony etwas genauer an. Kannst du es sehen? Schau in seine Augen. Kannst du es fühlen?

Das Maul ist so stark zugeschnürt. Der Sperrriemen bohrt sich um das sensible Maul. Das Schlucken des Speichels wird erschwert. In diesem Fall kann sich das Pferd dem Druck des Gebisses auf den Gaumen nicht mehr entziehen, wo sich etliche Nerven befinden…

Ich möchte hier gar nicht auf diese Folterwerkzeuge eingehen, welche wir unseren Lieben zu Weihnachten schenken können. Mir geht es um unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein. Weiterlesen