Emotionale Verbindung

Momentan lebt Ari in einem Offenstall mit Weide sowie Heu ad lib.

Wie es oft in Pensionsställen der Fall ist kommen und gehen die Pferde. Und die, die bleiben, müssen sich immer wieder neu in der Herde zurecht- und ihren Platz finden. Was meistens mit emotionalem Stress für die Pferde verbunden ist.

Pferde sind nicht viel anders als wir. Stelle dir vor du hast eine gewisse Zeit, auf weniger oder mehr grossem Raum, mit verschiedenen Menschen gelebt. Hast tiefe Freundschaften aufgebaut, dich in eine gemeinsame Struktur eingewöhnt und von einem Tag auf den anderen wirst du aus dieser Gemeinschaft herausgerissen, ohne zu wissen warum und weshalb.

Unsere Herde hat sich diesen Sommer sehr harmonisch entwickelt. 3 Wallache, ein Quarter, ein Berber, ein Freiberger und meine Spanier-Mix Stute Ari. Ja, ich weiss, man sagt eine gemischte Herde mit Wallachen und Stuten, jeglichen Alters ist ideal. Aber leider ist dies nicht immer möglich. Ich beobachte Ari sehr genau und ich kann mit Sicherheit sagen dass sie sich mit ihren Jungs wohl fühlt.

Es ist eine junge Gruppe, Ari und zwei Wallache, 5-Jährig, und der Quarter, 10-Jährig. Eine klare Rangordnung, wie wir sie von Wildpferden kennen, konnte ich allerdings nicht klar definieren. Sie bildeten 2 Gruppen. Ari und Nabucco, der Freiberger, und die anderen zwei, wobei die anderen zwei Jungs eher etwas verschlossen und introvertiert scheinen. Noch nie habe ich die beiden Fellpflege machen sehen und konnte wenig Zuneigung zu den anderen Pferden spüren. Für mich hat ihr Verhalten erklärbare Gründe, aber das ist eine andere Geschichte.

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Wo ist der freie Geist des Pferdes geblieben?

Pferde repräsentierten für die Indianer Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft und Power. Aber auch Loyalität, Liebe, Hingabe und gegenseitigen Respekt.

Das erste was mir in den Sinn kommt wenn ich an Pferde denke ist: Freier Geist

Wenn ich aber sehe was in vielen Ställen vor sich geht und wie die Menschen diese weisen Geschöpfe gebrauchen, kann ich nicht viel von einem freien Geist in den Pferden spüren.

Stattdessen, sehe ich Menschen die ihre Pferde, mit der unterschiedlichsten Ausrüstung, welche genau aus diesem Grund produziert wurde, kontrollieren. Ich sehe Menschen die nie ein Lachen auf ihrem Gesicht tragen, eher sehen sie so aus als würden sie gleich in den Krieg ziehen. Alles scheint so schwer und ernst. Und wenn man sich die Pferde ansieht, spiegeln diese das exakte Bild des Reiters. Weiterlesen

Die Magie von Raben

Schon als Kind haben mich Vögel fasziniert. Ich besass ein riesengrosses Buch, mit gemalten Vögeln jeglicher Art. Wahrscheinlich existiert die hälfte dieser Vögel nicht mehr… aber ich malte sie alle nach, ich erinnere mich…die bunten Vögel mochte ich am liebsten…

Irgendwie jagten mir diese grossen, schwarzen Vögel, die Raben,  immer Angst ein. Wahrscheinlich habe ich Hitchcock’s “Die Vögel” ein oder zwei Mal zu viel gesehen. Ihn müssen Vögel wohl auch fasziniert haben…

alfred-hitchcock-the-birds

Erst vor kurzer Zeit habe ich meine Vorliebe zu Raben entdeckt. Ich glaube es hat mit ihrem Aussehen zu tun. Schwarz, düster, mystisch und irgendwie unheimlich. Denn Fledermäuse faszinieren mich genauso.

Ich liebte die Filme von Hitchcock. Ich liebte Horrorfilme generell. Und obwohl sie mir eine Höllenangst einjagten, suchte ich nach dem Schmerz, der Dunkelheit, dem Horror. Dieses Bild hatte ich auch von Raben.

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